MKH - Bremen

Industrie

„Wirtschaft, Industrie, Handel sind das Vernünftige, Aufbauende,
Völkerverbindende.“ Golo Mann

Der Maschinenbau ist mit über einer Million Beschäftigten einer der Kernbereiche der deutschen Industrie. Gerade die vielen forschungsstarken Unternehmen des Mittelstands sind häufig Weltmarktführer in ihrem jeweiligen Segment. Als Anbieter wie auch als Nachfrager digitalisierter Geschäftsprozesse übernimmt der Maschinenbau – ähnlich wie die Elektro- oder auch Autoindustrie – eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung.

Hochwertige Lösungen

  • Dies liegt zum einen daran, dass Prozesse effizienter werden und so die Produktionskosten gesenkt werden können. Zum anderen fragen die Abnehmer verstärkt vernetzte Maschinen nach. Diese können in smarten Fabriken miteinander und mit den menschlichen Kollegen kommunizieren. So wird eine Vernetzung des gesamten Produktionsprozesses ermöglicht. Digitale Zwillinge unterstützen die Hersteller beim Design des Produkts, bei der Überwachung der Produktionsabläufe und vereinfachen darüber hinaus die Wartung der Maschinen aus der Ferne. Die Fehlerquote sinkt gegen Null. In einem reinen Preiswettbewerb können deutsche Industrieunternehmen heutzutage kaum noch bestehen. Daher konzentrieren sich die deutschen Industrieunternehmen auf technologisch hochwertige Lösungen, bei denen sie auf die individuellen Wünsche und Anforderungen Ihrer Kunden eingehen. Dies erfordert eine Modularisierung der Produkte, um individuelle Lösungen effizient und kostengünstig produzieren zu können. Der Maschinenbauer ist somit nicht mehr nur Lieferant des eigentlichen Produkts, sondern er wird zum Anbieter smarter Systeme und Lösungen für die spezifischen Anforderungen seiner Kunden.

Digitalbasierte Geschäftsmodelle

  • Der Wettbewerb, vor allem im Mid-Tech-Segment, wird immer größer. Gerade in Schwellenländern gibt es immer mehr Unternehmen, die in der Lage sind Serienlösungen mit ausreichender Qualität zu einem attraktiven Preis anbieten zu können. Auch der High-Tech-Markt ist stärker umkämpft, sodass deutsche Industrieunternehmen ihre Wettbewerbsposition nur durch permanente Innovation, einen Ausbau des Servicegeschäfts im After-Sales-Bereich, neue digitalbasierte Geschäftsmodelle sowie durch eine gezielte Internationalisierungsstrategie verteidigen können. Kunden verlangen zwar individualisierte Maschinenprodukte, sind aber kaum bereit, dafür einen Aufpreis zu zahlen. Der Maschinenbauer kann sich dieser Entwicklung trotzdem nicht entziehen: Baut er seine Produktion und Prozesse nicht entsprechend um, droht er Kunden zu verlieren. Zudem helfen ihm digitale Dienstleistungen wie die permanente Überwachung des Maschinenzustands oder die vorausschauende Wartung, den Kontakt zum Kunden über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine hinweg zu halten, um zusätzliche Erträge zu generieren und neue Geschäftsmodelle aufzubauen.

Innovation und Entwicklung

  • Zu den unternehmensnahen Dienstleistungen, die die Maschinenbauer neben der Lieferung der Maschine anbieten, zählen ferner ein permanentes Update der Maschinen-Software oder die Schulung der Mitarbeiter. Die deutsche Industrie zeichnet sich durch eine hohe Innovationsfähigkeit durch permanente Forschung und Entwicklung sowie durch qualifiziertes Personal aus, das das notwendige Know-how mitbringt, um sich auf die sich ändernden Ansprüche der Kunden einstellen zu können. Dadurch hat die deutsche Industrie immer noch eine starke Marktposition im internationalen Wettbewerb, insbesondere in technisch anspruchsvollen Nischen. Durch die hohe Qualität der deutschen Produkte hat sich die deutsche Industrie weltweit einen exzellenten Ruf aufgebaut. Durch die Konzentration auf individuelle und technisch anspruchsvolle Spezial- und Systemlösungen sind deutsche Industrieunternehmer weniger dem Wettbewerb durch ausländische Billiganbieter ausgesetzt. Hohe Personalkosten und fehlende Fachkräfte mit digitaler Kompetenz machen es den deutschen Industrieunternehmen aber immer schwerer, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Die hohe Exportquote und das Investitionsverhalten der Abnehmerbranchen haben unmittelbaren Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der deutschen Industrieunternehmen, sodass eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung in den Abnehmerländern und den dort zu treffenden Investitionsentscheidungen besteht. Darüber hinaus bedrohen zunehmender Protektionismus und Handelsbarrieren die Marktstellung der deutschen Industrie auf dem Weltmarkt.

Kontaktanfrage

Bitte geben Sie in das nachstehende Formular die benötigten Informationen ein, damit wir Ihnen passgenau und zeitnah antworten können.